MUSIKALISCHE LEITUNG

Janine Schmitt

Zehn Fragen an Chorleiterin Janine Schmitt

Janine, was hat Dich dazu bewogen, Chorleiterin zu werden?
Der Weg zur Musik und dem Dirigieren war durch meine Eltern natürlich schon etwas vorgegeben, bereits als Baby war ich in Chorproben anwesend. Ich habe aber bald gemerkt, dass mir das „vorne stehen“ auch liegt und mich deshalb nach meinem Schulmusikstudium für das Dirigierstudium entschieden. Mir macht die musikalische Arbeit vor und mit einem Ensemble einfach Spaß! Es gibt kaum eine Probe, aus der ich nicht erfüllt und zufrieden nach Hause fahre.

Was war Dein erster Gedanke, als unsere Anfrage bei Dir einging?
Ah, so ein größerer, gemischter Chor, der auch Spaß an Wettbewerben hat und nicht nur Pop singt – das wäre doch was!

Was war für Dich ausschlaggebend, die Leitung unseres Chores zu übernehmen?
Wie schon gesagt, die Größe, das Niveau und das Repertoire von VOCALE Plaidt. Die Mitgliederanzahl ist natürlich attraktiv. Je mehr Sängerinnen und Sänger, desto besser bzw. leichter kann man meist etwas „daraus machen“. Das Niveau des Chores ist ebenso nicht zu verachten. Es macht einer Dirigentin natürlich Spaß, schneller auf einem hochwertigeren musikalischen Niveau mit dem Chor arbeiten zu können. Und endlich auch mal „klassische“ Literatur erarbeiten zu können – da gibt es für gemischten Chor natürlich viel mehr und auch ältere Stücke als etwa für Frauenchor.
Last but not least: sympathische Menschen, die Lust auf Musik haben!

Seit November 2019 bist Du nun unsere Chorleiterin. Mit welchen Ansprüchen, welchen Zielen gehst Du die Arbeit an?
Mein Möglichstes zu tun, um den Chor immer noch ein Stückchen besser zu machen und all seine Möglichkeiten zu entfalten. Natürlich möchte ich auch, dass dabei (hoffentlich meistens) alle Spaß haben und wir vielseitige Musik machen und erleben.

Als musikalische Leiterin von VOCALE bestimmst Du ja die musikalische Ausrichtung. Nach welchen Kriterien gehst Du bei der Literaturauswahl vor?
Vielseitigkeit, Singbarkeit, entsprechender Anspruch und natürlich sollte der Chor die Stücke unterm Strich nicht allzu doof finden! Das bedeutet für den ein oder anderen, mich eingeschlossen, immer wieder Kompromisse und ein Gespür für alle.

Bist Du eher ein Liebhaber der Klassischen Musik oder auch offen für andere musikalische Stilarten?
Da bin ich tatsächlich ziemlich weit aufgestellt.
Privat höre ich meist Pop, Rock, Jazz, wonach mir gerade so ist.

Gibt es Literatur, die Du gerne einmal aufführen möchtest?
Elias, Mendelssohn; Verdi-Requiem; War Requiem, Britten.

Gibt es bei Dir so etwas wie Vorsingen, wenn man gerne im Chor mitsingen möchte?
Kommt auf den Chor an. In Laienchören eigentlich nicht. Wenn doch, dann wird in einer Pause z. B. kurz einmal eine geprobte Stelle vorgesungen. Interessenten empfehle ich, einfach einmal mitsingen und danach können wir besprechen, ob es passt, ob die Stimmlage richtig ist und das Niveau machbar ist.

Was macht eine Chorleiterin, wenn sie nicht gerade Chorprobe hat? Wie sieht der „Alltag“ aus?
Im Moment nicht viel, da ich noch mit meinem Abschluss beschäftigt bin.
Hier und da gebe ich Klavier- oder Gesangsunterricht.

Einmal ganz weg von der Musik: Welche Interessen, Hobbys hast Du neben der Musik?
Ich bin ein absoluter Naturmensch, bin also gern in Wald und Wiesen unterwegs. Am besten mit Hund oder zu Pferd. Ich fotografiere gerne, singe vor mich hin – so ganz weg von der Musik bin ich privat eben doch nicht – und verbringe Zeit mit Familie und Freunden.

Janine, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Freude am Musizieren!